Allgemein

Beschäftigt sein ist deine Entscheidung, produktiv sein ist dein Skill

Ich beobachte immer häufiger, dass Führungskräfte dann besonders aufmerksam zuhören, wenn ich über Selbstmanagement spreche; insbesondere, wie man die Herausforderungen der Digitalen Transformation meistern kann, indem man sich selbst besser managt und damit verbunden, die eigenen Grenzen überwindet.

Was ist nun also der Unterschied zwischen beschäftigt sein und produktiv sein? Beschäftigt sein ist keine Kunst. Jeder kann beschäftigt oder „busy“ sein. Alles, was man dazu tun muss, ist zu versuchen möglichst zwei, drei Dinge gleichzeitig zu erledigen, eine Frist zu überziehen, oder unliebsame Aufgaben immer weiter nach hinten zu schieben.

Produktivität hingegen hat wenig mit Beschäftigung zu tun. Produktivität erfordert es seine Skills – echte Skills – im Dienste der Arbeit an den Tisch zu bringen. Produktivität wird gelernt. Und Produktivität braucht Mut.

Stress und das Gefühl des Beschäftigtseins hat viel mit dem Glauben zu tun, dass Zeit etwas vom Menschen Losgelöstes ist, mit dem wir umgehen (lernen) können. Das ist eine Fiktion. Der Mensch kann nicht über seine Lebenszeit bestimmen. Zeitmanagement fördert nur diese Illusion. Tatsächlich geht es um nichts anderes als Selbstmanagement.

Etwas um 50 Prozent effizienter zu erledigen ist zwar ein grosser Fortschritt; es ist aber immer zu 100 Prozent falsch, wenn es sich um etwas handelt, das man gar nicht mehr tun sollte. Die meisten stellen fest, dass sie, sobald sie sich nicht mehr selbst im Weg stehen, eine Menge erledigen können. Man sollte sich also öfters mal die Frage stellen: „Was von all dem, was ich heute tue, würde ich nicht mehr neu beginnen, wenn ich es nicht schon täte?“

Wer einmal erlebt hat, was möglich ist, für den ist es erstaunlich, wie viel man beitragen kann.

Man sieht: Beschäftigt sein ist nicht dasselbe wie produktiv sein.

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